Termin-VorschauDienstag 07. 09. 2010, 18:30 UhrGruppentreffen der Lübecker Gruppe 1050........ Mehr >>Dienstag 07. 09. 2010, 20:00 Uhr Gruppentreffen der Gruppe 1237 in Neustadt........ Mehr >>Mittwoch 15. 09. 2010, 18:00 Uhr Gruppensitzung der Gruppe 1589........ Mehr >> |
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auf der Homepage des Lübecker Bezirks von Amnesty International. Hier wollen wir uns bemühen, Sie über unsere Aktivitäten im Bezirk und auch über Neuigkeiten von außerhalb zu informieren.
Natürlich sind wir auch für Kritik und Anregungen dankbar.
Projektwoche am Johanneum: Thema Menschenrechte
Am Anfang war da der Anruf der Mutter einer Schülerin des Lübecker Gymnasiums: „Ich weiß von der Existenz Ihrer Amnestygruppe, deren Aktivitäten in Lübecks Fußgängerzone mir schon oft aufgefallen sind, und dachte mir, dass diese Thematik bei unserer Projektwoche Interessenten in unserer Schülerschaft finden könnte . Wären Sie bereit?“
Natürlich war ich bereit. Die Idee der Menschenrechte zu verbreiten, verstehen wir als einen der zentralen Aufträge unserer Gruppe 1589. Und ich als ehemaliger Lehrer habe immer wieder bei vielen Schulbesuchen feststellen dürfen, dass es zu dieser Thematik ein großes Informationsbedürfnis bei vielen Jugendlichen gibt.
Sich drei Tage lang darein zu vertiefen, klang mir sehr verlockend, zumal ich davon ausgehen konnte, dass Schülerinnen und Schüler (7.-12. Klasse), die sich für dieses Projek entschieden hatten, nicht gleichgültig daran herangehen würden.
Zunächst wurde diskutiert, mit welchen Schwerpunkten man sich befassen wollte. Ziel von Projekten dieser Art ist es ja gerade, dass der Leiter nicht die Planung bereits im Kopf haben sollte, sondern die Teilnehmer gemeinsam Inhalt und Verlauf erarbeiten. Man war sich schnell einig, dass die Asylproblematik und die Todesstrafe im Mittelpunkt stehen sollten.
Aber nicht nur die Erweiterung des Wissens und der Meinungsaustausch standen im Mittelpunkt, auch die Öffentlichkeitsarbeit kam nicht zu kurz.
120 Lübecker Passanten wurden in der Fußgängerzone zur Todesstrafe befragt. Die Schülerinnen und Schüler diskutierten mit ihnen, wie damit umzugehen sei. Das Ergebnis stellte sich positiver dar, als wir Amnesty-Aktivisten es oft an unseren Info-Ständen erfahren: 67 % der Befragten waren generell gegen die Todesstrafe eingestellt. Weitere 15 % waren „eigentlich“ gegen die Todesstrafe, bei Kindesmissbrauch und anschließendem Mord oder ähnlich gravierenden Delikten würden sie aber eine Ausnahme machen. 15 % der Befragten waren prinzipiell für die Wiedereinführung der Todesstrafe in Deutschland, 2 % waren zwar auch dafür, konnten sich aber vorstellen, dass die Todesstrafe bei politischen Vergehen oder ähnlichen Taten, bei denen Gewalt keine Rolle spielt, nicht angewendet werden sollte.
Am Ende der Projekttage dokumentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse auf dem Hof. Es war sehr erfreulich, hinterher festzustellen, dass die ProjektteilnehmerInnen im Laufe dieser drei Tage einen viel direkteren Zugang zu der Problematik der Menschenrechte bekommen hatten.
Gerd Richter, im Juli 2010
Gruppensprecher der Gruppe 1589
Lübeck, 26. 3. 2010
Tag für Tag werden Menschen gefoltert, wegen ihrer Ansichten, Hautfarbe oder Herkunft inhaftiert, ermordet, verschleppt oder man lässt sie >>verschwinden<<. Amnesty International veröffentlicht jeden Monat drei Einzelschicksale, um an das tägliche Unrecht zu erinnern. Internationale Appelle helfen, Menschenrechtsverletzungen anzuprangern und zu beenden.
Sie können mit Ihrem persönlichen Engagement dazu beitragen, dass Folter gestoppt, ein Todesurteil umgewandelt oder ein Mensch aus politischer Haft enlassen wird.
Wenn Sie regelmäßig oder gelegentlich, im Interesse der Betroffenen, Briefe an die jeweiligen Behörden der Länder schreiben möchten, sprechen Sie uns an. Wir geben Ihnen Hintergrundberichte zu den aktuellen Fällen.